Wir studieren hier.
TR-Studis äußern sich live und in Farbe: Vorleben, Ausleben,
Überleben.
Torben Hahlbrook
Nur mit meiner Familie
Was das Aufstehritual angeht, gleicht Torben dem typischen Studenten: So
spät wie möglich! Schnell Kaffee "runterKIPPEN" und los geht's.
Zur Vorlesung, Referate vorbereiten, Hausarbeiten machen. Nichts besonderes
halt, einfach das tun, was Studenten so tun sollen. Nach der FH macht Torben
gerne Sport. Mit Basketball, Laufen, Schwimmen und Radfahren einen Ausgleich
zum stressigen Alltag schaffen. Sein persönliches Highlight sind aber die
Wochenenden; Freitagmittag mit der S5 Richtung Hameln. Dort wohnt seine Familie.
Ausflüge mit Freundin und Hund, um die Oma kümmern, den Eltern beim Renovieren
helfen oder mit dem Bruder feiern gehen, gehören zu so gut wie jedem Wochenende
dazu. Aber so sehr ihm die Zeit in Hameln auch gefällt, als pflichtbewusster
Student wacht er doch wieder jeden Montag - viel zu spät - in seinem Bett
in Hannover auf.
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Könntest du dich kurz vorstellen?
Ich bin Torben, 28 Jahre alt und Kfz-Mechatroniker. Ich habe vier Semester
Nachrichtentechnik studiert. Weil mir der Studiengang nicht richtig lag,
habe ich mich nun entschieden Technische Redaktion zu studieren. Ich wohne
seit knapp zwei Jahren in Hannover und bin aus Hameln hierher gezogen.
Was machst du in deiner Freizeit?
In meiner Freizeit mache ich viel Sport. Ich spiele Basketball, gehe laufen,
schwimmen oder fahre Fahrrad. Gerne verbringe ich Zeit mit meiner Familie
und meinem Hund Lucy. Dies beschränkt sich zwar meistens auf die Wochenenden,
es hilft aber immer abzuschalten und den Kopf freizukriegen. Wenn dann noch
etwas Zeit bleibt, lese ich gerne Frank Schätzing, schaue fern oder höre
Musik.
Wie kamst du auf die Technische Redaktion?
Zufall. Da ich in der Nachrichtentechnik nicht mitkam, brauchte ich eine
Alternative. Die Verwaltung der FH machte mich auf die Technische Redaktion
aufmerksam.
Wie gefällt dir die Atmosphäre hier im Studiengang?
Großartig! Wie eine große Familie oder in einem kleinen Dorf auf dem Land.
Jeder kennt jeden. Vom "Prof" bis zum TR-Rookie. Alle sind super
hilfsbereit. Sehr gut finde ich auch, dass wir schon im ersten Semester
mit Firmen und Unternehmen zusammengebracht werden, um frühzeitig Kontakte
zu knüpfen. Das alles habe ich bei der Nachrichtentechnik vermisst. Natürlich
gab es auch unter den zukünftigen Ingenieuren coole und hilfsbereite Kommilitonen
und es ist ein sehr interessanter Studiengang. Es war halt nur nicht meins.
Welche Veranstaltungen sind für dich die größten Herausforderungen?
Informatik, besonders die Programmierung, weil es mir schwer fällt dem Dozenten
zu folgen!
Wem würdest du das TR-Studium empfehlen?
Ich würde es jedem empfehlen, der Interesse an Technik hat und auf dem neuesten
Stand bleiben will. Man sollte offen sein für Einflüsse aus den Bereichen
PR, Journalismus, Medien und Werbung. Bedienungsanleitungen schreiben gehört
natürlich auch dazu, es ist aber längst nicht alles. Technische Redakteure
werden heute in fast allen Branchen gebraucht, da die Dokumentationen nicht
nur nützlich sind, sondern auch gesetzlich vorgeschrieben. Damit ergeben
sich Spitzenvoraussetzungen auf dem Arbeitsmarkt. Was ich nur bestätigen
kann, da in den ersten Semestern schon Unternehmen anklopfen und Studentenjobs,
Praktika oder Bachelorarbeiten verteilen wollen.
Autorin: Jennifer Müller
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Jens Lehmann
Der humorvolle Fotograf
Nachmittags in einer Pause zwischen zwei Vorlesungen. Der Professor ist gerade
aus der Tür und Jens Lehmann (30) betritt den Raum. Er ist ein freundlicher
Mensch mit viel Humor. In Niedernwöhren, Schaumburg, lebt er mit seiner Freundin
und zwei Hunden. Wie der Hobbyfotograf und Blogger zum Studium der Technischen
Redaktion gekommen ist, erzählt er mir in einem kleinen Interview.
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Jens, könntest Du Dich bitte einmal kurz vorstellen?
Mein Name ist Jens Lehmann, ich bin vor kurzem 30 Jahre alt geworden. Nach
der Schule war ich für zwei Jahre bei der Bundeswehr und anschließend habe
ich eine kaufmännische Ausbildung im Bereich Forderungsmanagement gemacht.
Bevor ich mein Studium angefangen habe, war ich für die Leitung des Formular-
und Werbemittellagers der LBS Nord in Hannover zuständig.
Was machst du in deiner Freizeit?
In meiner Freizeit bin ich leidenschaftlicher Fotograf, hauptsächlich von
verfallenen Gebäuden in der Region Hannover und Schaumburg. Außerdem habe
ich noch mein eigenes Blog, wo ich alles blogge, was mich interessiert.
Wenn ihr möchtet, könnt ihr ja mal einen Blick darauf werfen: www.anoxa.de
Wie bist du auf das Studium der Technischen Redaktion gekommen?
Auf das Studium bin ich durch einen Tipp der Studienberatung gekommen und
es klang sehr interessant.
Was unterscheidet uns von anderen Studiengängen?
Ich kenne die anderen Studiengänge nur wenig, daher kann ich nicht viel
dazu sagen.
Da unser Studierendenkreis klein ist, sind die Lernmöglichkeiten besser
als bei anderen Studiengängen.
Welche Veranstaltungen sind für dich die größten Herausforderungen
gewesen?
(Überlegt eine Weile) Mathe war nicht so mein Fall, da ich es nicht so
mit Zahlen habe.
Jens, noch eine letzte Frage - wem würdest du das TR-Studium empfehlen?
Das Studium würde ich Leuten empfehlen, die vielseitig an Technik, Medien
und Texten interessiert sind. Also für klassische Allrounder. Eine gesunde
Neugier sollte man für das TR-Studium mitbringen.
Autor: Ajinthan Arulsivanathan
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Elena Leimentoll
Elena, bei der ohne Kaffee gar nichts geht
„Ohne Kaffee geht fast nichts.“ Das ist Elena, Studentin der Technischen
Redaktion. Fast jeden Morgen quält sie sich gegen 6:00 Uhr aus dem Bett. Eigentlich
eher untypisch für Studenten. Aber Elena hat drei Nebenjobs, um ihr Studium
zu finanzieren. Da ist ausschlafen selten drin. „IMMER erst einen Kaffee machen
und dann geht’s los!“. Der hält allerdings nicht lange an: An der FH angekommen,
geht es erstmal zum AstA-Café. Natürlich Kaffee kaufen. In der FH ist sie
dann meistens bis 17:30 Uhr. Dort werden der Unterricht vorbereitet, Hausaufgaben
gemacht und als HiWi gejobbt. Spielt das Wetter mit, lässt Elena ihren Tag
am liebsten mit Freunden am Maschsee ausklingen. Natürlich nicht ohne Kaffee.
Zu Hause angekommen: Kochen. „Mein Freund hat ja schließlich Hunger.“ Fällt
unsere Kaffee-Studentin dann nicht von alleine ins Bett, wiederholt sie vorbildlich
nochmals den Unterrichtsstoff.
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Elena, könntest Du Dich bitte einmal kurz vorstellen?
Ja, na klar. Ich bin Elena Leimentoll und am 22.09.1987 in Karabulak geboren.
Das liegt in Russland. Seit guten 2 Jahren lebe ich in der Region Hannover.
In Pattensen wohne ich in einer eigenen Wohnung. Bevor ich das Studium zur
Technischen Redaktion anfing, habe ich meine Fachhochschulreife nachgeholt.
Was machst du in deiner Freizeit?
Freizeit? Ich habe nur sehr wenig Freizeit. Das Studium muss ja auch irgendwie
finanziert werden: Insgesamt habe ich drei Nebenjobs, die meine Woche extrem
ausfüllen. Ich arbeite in einer Bäckerei, als Kellner in einem Restaurant
und bin HiWi hier an der FH. Wenn ich dann noch Zeit finde, bin ich gerne
mit Freunden unterwegs. Zur Entspannung lese ich viel, am liebsten Liebesromane.
Wie kommt man auf Technische Redaktion?
Ich hatte schon immer großes Interesse an Technik und am Texten. Durch
eine Bekannte bin ich dann auf diesen Studiengang aufmerksam geworden. Die
Technische Redaktion umfasst eben Technik und Schreiben, weshalb ich mich
für dieses Studium entschieden habe.
Wie gefällt dir die Atmosphäre? Was unterscheidet uns von anderen
Studiengängen?
Die Atmosphäre hier ist super. Es fällt mir besonders auf, dass Studenten,
auch aus den höheren Semestern, immer hilfsbereit sind. Außerdem haben Dozenten
ein offenes Ohr für jedes Problem und geben ihr Bestes zur Lösung. Die Räume
sind sehr gut ausgestattet. Wir haben im Gegensatz zu der restlichen Fakultät
die besten Computerräume. Vorteilhaft ist auch, dass nach dem Studium die
Berufsperspektiven sehr vielfältig sind. Man kann in verschiedensten Bereichen
arbeiten.
Welche Veranstaltungen sind für dich die größten Herausforderungen
gewesen?
Definitiv die Informatikvorlesungen! Vorher hatte ich überhaupt nichts
mit Informatik am Hut. Es schreckt anfangs also sehr ab. Man stellt jedoch
schnell fest, dass doch alles zu schaffen ist und die Dozenten einem unter
die Arme greifen.
Welchen Studieninteressierten würdest du das TR-Studium empfehlen?
Wer sich gerne Herausforderungen stellt und flexibel arbeiten möchte ist
hier genau richtig. Natürlich sollte das Interesse an Technik und Sprache
ausgeprägt sein.
Autorin: Jennifer Müller
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Marcus Grosse
Der Sportverrückte
Bei einem leckeren Mittagessen in der Mensa treffe ich Marcus Große (28).
Er erzählt mir voller Stolz, dass er seit wenigen Tagen mit seiner Freundin
verlobt ist. Marcus ist ein leidenschaftlicher Handballspieler, der mit seinem
Team in die Landesliga aufgestiegen ist. Mit seiner Freundin reist er gern
und oft, als nächstes geht es nach Asien. Wieso er gerne Technische Redaktion
studiert und was er vor dem Studium gemacht hat, verrät er mir in einem Gespräch.
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Marcus, könntest Du Dich bitte einmal kurz vorstellen?
Sehr gerne. Ich heiße Marcus Große und bin 28 Jahre alt. Vor meinem TR-Studium
habe ich als Informationselektroniker gearbeitet. Da ich mich gerne fortbilden
wollte, habe ich nebenberuflich eine Weiterbildung zum Technischen Fachwirt
gemacht und dadurch die Hochschulreife für das Studium erreicht.
Was treibst du so in deiner Freizeit?
In meiner Freizeit spiele ich Handball beim TuS Vinnhorst. Ich bin auch
noch ein großer Hannover 96-Fan und wenn es die Zeit zulässt, dann gehe
ich ins Stadion um meine Mannschaft anzufeuern. Außerdem fotografiere ich
gerne! Vor allem Tiere aus dem Zoo Hannover.
Wie kommt man auf Technische Redaktion?
Ich wollte einen Beruf erlernen, der technisches Grundwissen erfordert
und abwechslungsreich ist. Mir war auch wichtig, dass ich meine Arbeit vom
Büro aus erledigen kann.
Wie gefällt dir die Atmosphäre in unserem Studiengang?
Dadurch, dass die Teilnehmerzahl nicht so hoch ist und somit jeder jeden
kennt, gefällt mir die Atmosphäre hier sehr gut.
Was unterscheidet uns von anderen Studiengängen?
Der Unterschied ist, dass es bei uns sehr abwechslungsreich ist und wir
ständig gefordert werden. Wir gehen immer mit der Technik mit, wodurch unsere
Labore sehr gut ausgestattet sind.
Welche Veranstaltungen sind für dich die größten Herausforderungen
gewesen?
Meine größten Probleme habe ich mit den Vorlesungen, die etwas mit Programmierung
zu tun haben. Doch wenn man sich bemüht, kann man auch das schaffen!
Was muss man für das TR-Studium mitbringen?
Man muss großes Interesse am Schreiben und an der Technik mitbringen. Außerdem
sollte man immer für etwas Neues offen sein!
Autor: Ajinthan Arulsivanathan
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Natascha Janke
Die besondere Studentin
Morgens halb sechs in einem kleinen Ort im Weserbergland. Es ist Zeit aufzustehen.
Natascha Janke (29) hat einen langen Tag vor sich. Wenn Ihre Kommilitonen
noch in den Federn liegen, heißt es für sie Kinder wecken, Brote schmieren
und Frühstück zubereiten. Natascha ist verheiratet und Mutter zweier Kinder
im Alter von 5 und 7 Jahren. Ein Fulltimejob, in dem Ausschlafen nur äußerst
selten vorkommt – kein typisches Studentenleben also. Aber sie findet sich
zurecht in ihrem Doppelleben Familie – Hörsaal, auch wenn es oft ziemlich
stressig ist. Im morgendlichen Wechsel bringt sie oder ihr Mann die Kinder
in den Kindergarten und die in Schule. Beginnt die erste Vorlesung um acht,
wird es oft hektisch. Schließlich muss sie ja auch noch zum Bahnhof fahren.
Was Natascha in ihrer freien Zeit macht und warum sie Technische Redaktion
studiert, das hat sie mir an einem ruhigen Abend in ihrer Wohnung in Porta
Westfalica verraten.
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Natascha, könntest Du Dich bitte einmal kurz vorstellen?
Gerne. Mein Name ist Natascha Janke, ich bin 29 Jahre alt und lebe in einem
kleinen Ort in der Nähe von Bückeburg im Weserbergland. Im Jahr 2000 habe
ich mein Abitur gemacht und anschließend eine Ausbildung zur Technischen
Zeichnerin.
Bückeburg liegt ja nun nicht gerade dicht bei Hannover… Pendelst
Du jeden Tag?
Ja, ich fahre jeden morgen mit dem Zug nach Hannover. Dank guter Anbindungen
brauche ich für eine Strecke knapp 40 Minuten. Vom Hauptbahnhof sind es
dann noch mal 10 Minuten mit der Straßenbahn. Das ist zu bewältigen.
Was machst Du in Deiner Freizeit?
(lacht) Freizeit habe ich eigentlich nur während der Zugfahrt. Da schaffe
ich es auch mal ein gutes Buch zu lesen. Womit wir beim Thema sind. Lesen
ist ein Hobby von mir. Ansonsten male ich gerne und treibe Joga.
Warum hast Du Deinen Beruf als Technische Zeichnerin an den Nagel
gehängt und bist zur Technischen Redaktion übergesiedelt?
Ich wollte etwas machen, wo ich auf meine bisherigen Kenntnisse aufbauen kann.
Also etwas im technischen Bereich. Ein Maschinenbaustudium oder die Technikerschule
kamen für mich aber nicht in Frage, da ich auch gerne noch etwas mit Sprache
machen wollte. Ein Bekannter hat mir dann erzählt, dass es in seiner Firma
eine Abteilung »Technische Dokumentation« gibt. Das fand ich interessant und
habe mich dann gleich erkundigt. Nachdem Professor Rolf Schwermer mir dann
noch weitere Informationen zukommen ließ, stand mein Entschluss fest.
Wie gefällt Dir die Atmosphäre bei uns?
Die Atmosphäre ist sehr gut. Wir haben neben einigen Vorlesungen viele seminaristische
Veranstaltungen, wo in kleinen Gruppen gearbeitet wird. Überfüllte Hörsäle
sucht man bei uns vergebens. Die Professoren stehen uns immer mit Rat und
Tat zur Seite, wenn wir einmal Fragen haben. Sprechstunden können so auch
mal »zwischendurch« erfolgen. Unser Studiengang schafft so eine vertraute
Umgebung, in der ich mich wohlfühle.
Eine letzte Frage habe ich nun noch: Wem würdest Du das Studium
empfehlen?
Empfehlen würde ich es allen Leuten, die Spaß am Schreiben und Gestalten
haben. Ebenso sollte ein Interesse an Informatik vorhanden sein, da wir
viel am und mit dem Rechner arbeiten. Die wichtigste Eigenschaft in meinen
Augen ist allerdings die Bereitschaft zum Lernen. Wer diese Eigenschaften
mitbringt, der wird bei uns zum Allrounder ausgebildet – im Texten, in der
Informatik und in der Gestaltung.
Autor: Thorsten Schröder
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Rodrigo Caballero
Ein Tausendsassa und Multitalent
Linden am Nachmittag. Es ist kurz nach vier. Die letzte Vorlesung ist gerade
vorbei, die Stimmung angesichts des guten Wetters hervorragend. Die perfekte
Zeit also, um die verbliebenen Sonnenstrahlen des Tages zu genießen. Als ich
mich mit Rodrigo Caballero (28) in einem Straßencafé zusammensetze, werde
ich mit einem festen Handschlag begrüßt. Seine Zeit sei wie immer knapp bemessen,
erklärt mir der sympathische Mexikaner daraufhin und lacht. Neben seinem Studium
arbeitet Rodrigo für ein hannoversches Unternehmen, programmiert, übersetzt
Texte, leitet Tutorien und hält Vorträge. So auch heute. Für einen Vortrag
in zwei Tagen müsse er noch eine Präsentation erstellen, ebenso wolle er auch
mal wieder ins Fitnessstudio. Immer etwas um die Ohren zu haben und keine
Zeit zu verlieren, das ist es, was ihn glücklich und zufrieden macht. Ruhig
sitzen und abzuschalten gestaltet sich da als schwierige Angelegenheit. So
vielseitig seine Interessen sind, so vielfältig ist auch seine bisherige akademische
Laufbahn. Warum der überzeugte Frühaufsteher nun an der FH Hannover Technische
Redaktion studiert, was er in seiner Freizeit macht und welche Fremdsprachen
er beherrscht, das hat er mir bei einem Kaffeeplausch verraten.
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Rodrigo – könntest Du Dich bitte einmal kurz vorstellen?
Ja, sehr gerne. Mein Name ist Rodrigo Caballero, ich bin 28 Jahre alt und
gebürtiger Mexikaner. Im Jahr 2001 habe ich mein Abitur in Mexiko gemacht
und anschließend ein Semester Angewandte Mathematik studiert. Jedoch war
mir die Materie zu theoretisch, so dass ich das Studium kurzerhand wieder
abgebrochen habe. Da man in Mexiko mit guten Deutschkenntnissen hervorragende
berufliche Aussichten hat, wagte ich den Sprung in eine andere Welt. Gelandet
bin ich dann in München. Innerhalb von 11 Monaten erlernte ich die deutsche
Sprache und nahm anschließend ein Studium der Physikalischen Technik auf.
Hier spezialisierte ich mich auf Strahlungstechnik. Aus gesundheitlichen
Gründen musste ich das Studium jedoch leider abbrechen.
Angewandte Mathematik und Physikalische Technik klingen nach rein
naturwissenschaftlichen Studiengängen – wie kommt man da auf Technische
Redaktion?
(lacht) Ja, wie kommt man auf Technische Redaktion … Mein Interesse lag
schon immer im Bereich Informatik und Physik. In dieser Richtung wollte
ich auch auf jeden Fall bleiben. Da ich allerdings auch sechs Sprachen beherrsche,
kam mir die Idee, einfach beides miteinander zu verknüpfen. So habe ich
dann bei Google die Schlagwörter »Sprache«, »Wissenschaft« und »Technik«
eingegeben. Heraus kam ein Stellenangebot im Bereich Technische Redaktion.
Interessante Methode! Das sollte ich auch mal ausprobieren … Verrätst
Du unseren Lesern nun noch, welche Sprachen Du alles sprichst?
Gerne! Also ich spreche Spanisch, Englisch, Deutsch, Italienisch, Französisch
und Portugiesisch. Irgendwann möchte ich auch noch Japanisch lernen.
Wie verbringst Du Deine Freizeit?
Neben Hörsaal und Büro füllt Sport mein Leben voll aus. Seit sechs Jahren
betreibe ich Kampfkunst. Hier habe ich vor einiger Zeit auch einen Übungsleiterschein
erworben. Weiterhin bin ich ausgebildeter Rettungsschwimmer beim Deutschen
Roten Kreuz, fahre viel und gerne Fahrrad, skate, lese oder höre Musik.
Stichwort Musik. Was hörst Du da am liebsten?
Ich höre gerne deutschen Hip Hop, englische Alternative, spanischen Classic-Rock
und französische Electronica.
Das ist ja eine Mischung …
(lacht) Ja, das ist das Problem, wenn man sechs Sprachen spricht …
Rodrigo – wie gefällt Dir die Atmosphäre bei uns im Studiengang?
Die Atmosphäre gefällt mir sehr gut. Die Dozenten schaffen ein lockeres
Arbeitsklima und arbeiten miteinander im Team. Hat man eine Frage, so kann
man jederzeit an die Bürotür klopfen und es wird einem geholfen. So etwas
hatte ich in meinem alten Studiengang nicht. Die Ausstattung in unseren
Räumen ist perfekt. Wir haben eine intakte Rechnerinfrastruktur mit vielen
interessanten Programmen – da macht das Arbeiten richtig Spaß!
A propos Spaß: Welche Lehrveranstaltungen bereiten Dir am meisten
Spaß?
Das sind die Veranstaltungen, die neu für mich sind – Sprachwissenschaft
bei Frau Villiger, Psychologie bei Herrn Schwermer und Gestaltung bei Herrn
Fichtner.
Welche Veranstaltung ist Deine größte Herausforderung?
Als größte Herausforderung sehe ich die Profi-Deutsch-Vorlesungen an. Allerdings
sind sie für mich als Nicht-Muttersprachler gut zu bewältigen.
Last but not least – warum empfehlst Du ein TR-Studium?
Da gibt es viele gute Gründe. Nach dem Studium ist man extrem flexibel
und kann in unterschiedlichen Branchen arbeiten. Weiterhin ist man ausgebildeter
Kommunikationsexperte und hat viel mit Menschen zu tun. Ich kenne kein industrielles
Berufsfeld, in dem man später nicht arbeiten kann.
Autor: Thorsten Schröder
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